Azoren2023

Jetzt geht's endlich los auf mein Abenteuer in die Azoren. Mit Amelie und Ava hat es leider so gar nicht geklappt was zusammen zu unternehmen diesen Sommer wie geplant. Und auch Südamerika ist ein wenig ausserhalb meiner Reichweite mit den Plänen, die ich diesen Sommer noch geschmiedet habe. Also gehts jetzt in die Azoren. Mit dabei ist Nadja, eine Freundin aus dem Handball. Ganze drei Wochen werden wir fünf verschiedene Inseln bereisen und geniessen. Judihuiiii!

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São Miguel Island

Arrival on Sao Miguel, Ponta Delgada

Nach einer langen und eher turbulenten (Unwettern sei dank) Reise mit dem Flugzeug über Lissabon sind wir um zwölf Uhr Abends endlich in den Azoren angekommen. Nach einem händeringend langen Warten auf unser Gepäck, das mit den letzten Gepäckstücken erst ankam, ging es endlich auf die Suche nach einem Taxi. Um ein Uhr morgens dann endlich: wir sind in unserem Hostel angekommen. Ganz leise schleichen wir uns in unser Zimmer im Dunkeln, denn wir sind nicht alleine. Zwei weitere Mädels schlafen in unserem vier-Bett Zimmer und wollen nicht gestört werden. Hundemüde fallen wir endlich ins Bett. Unser Abenteuer kann beginnen! 
PS: einen Plan was die nächsten Tage passiert, haben wir eigentlich nicht. Kein Mietauto, nichts, also mal schauen, was so auf uns zukommt.

First Day Ponta Delgada 13.07

Obwohl wir uns heute keine Zeitgrenze zum Aufwachen gegeben haben, sind wir beide relativ früh aufgewacht. Unsere Zimmernachbarn waren überrascht, uns anzutreffen, da wir anscheinend sehr erfolgreich leise gewesen sind und sie uns nicht reinkommen hörten in der Nacht. Nach einem Frühstück ging es erst mal in die Stadt um zu erkunden. Mit den engen Strässchen und den malerischen Parks und Häusern hiess uns Ponta Delgada willkommen. Das Wetter war sehr wechselhaft. Durchgehend feucht wie in einem Regenwald aber mit abwechseln Regenschauern und strahlendem Sonnenschein. Zu essen gab es in einem Hafenrestaurant zu unglaublich tiefen Preisen, obwohl das Essen einfach wunderbar war! Weiter ging es zu der Ananasplantage der Stadt, wo wir die besten Ananasprodukte (Saft, Drink, Glacé und Pasteís de Ananas) essen durften. Mit einem Abstecher in einen Shop für ein dunkles Bikini (da wir beide nicht an die Schwefelhaltigen Thermalbäder gedacht haben, die unsere teuren Bikinis färben könnten) ging es weiter in ein Militärmuseum und dann nach vielen tausend Schritten wieder ins Hostel die so dringend benötigte Dusche nehmen. Ein schöner und ereignisreicher erster Tag! Morgen geht es ab zu den Furnas!

Day Two: Furnas 14.07

Für Tag zwei hatten wir einen Ausflug nach Furnas geplant. Mit dem Bus (oder eher Car) ging es für 5 Euro eineinhalb Stunden der Südküste entlang in Richtung Ziel. Mit wunderschönen Aussichten und grünsten Wäldern war die Aussicht nicht zu verachten. Wundern taten wir uns auch über die engen Gässchen, in denen der riesige Car mit recht nobler Geschwindigkeit hindurchfuhr. Ungefähr gefühlte 10 Zentimeter zu jeder Seite gab es manchmal noch zum Manövrieren. Angekommen wanderten wir dank Komoot um den See herum, auch hier ein Märchenwald nach dem anderen. Nach knapp 2.5h kamen wir wieder am Ausgangspunkt an und weiter gings in ein Restaurant um das traditionell in Furnas hergestellt Cozido da Furnas zu essen. Ein Eintopf voller Fleisch, das in den heissen Schwefelquellen im Boden vergraben und über Stunden gegart wird. Hört sich gut an, ist aber nicht zu empfehlen für uns empfindliche Europäer, die nicht gut auf Schweinshaxe und -Ohren ansprechen. Der Endstop war Terra Nostra, ein berühmter Botanischer Garten mit einer grossen Thermalquelle zum Baden. Auch wenn das Wasser erst mal wenig verspricht, ist es wirklich eine Wohltat in dem 39 Grad heissen Wasser seine Zeit zu verbringen. Nach zwei Mal Bad zogen wir uns um, um noch den Park selbst besichtigen zu können. Auch hier eine Empfehlung, der Park ist einfach wunderschön und grösser als gedacht! Eine Stunde müsste man schon einplanen, wir hatten leider durch die Rückfahrt mit dem Bus nicht mehr genügen Zeit. Zurück gings über die Nordseite der Insel, auch schön, aber nicht so genial wie die Südseite! Abends hiess es packen und aufräumen, denn am Morgen geht es früh weiter zum Flughafen und auf nach Faial!!!

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Faial Island

Faial 15.7-18.7

Mit dem Propellerflugzeug (mein erstes Mal!!!) gut angekommen auf dem kleinen aber feinen Flughafen in Faial, ging es direkt mit dem Taxi zu unserer neuen Unterkunft. Perfekt gelegen am Strand Porto Pim und süss ausgestattet können wir nicht klagen. Für die nächsten vier Tage wird die Pension unser Zuhause sein, wenn wir die Insel besichtigen. Und so sahen unsere Tage aus:

Day 1 (15.7)

Morgens angekommen hatten wir noch nicht wirklich einen Plan, was genau wir denn eigentlich tun wollten beziehungsweise überhaupt konnten. Ein Auto haben wir ja nicht gemietet. Zuerst hiess es aber sowieso einkaufen gehen, da wir für die nächsten vier Tage selbst kochen wollen. Nach diesem Kraftakt ging es direkt an den Strand chillen. Mit dem Regen geht es dann weg vom Strand und in Richtung Tourismusbüro, um unseren Plan und Fortbewegungsmittel auszumachen.

Day 2 (16.7)

Mit dem Pärchen in dem gegenüberliegenden Zimmer unserer Pension haben wir abgemacht, dass wir heute zusammen den Rundweg auf dem Caldeira (Vulkankegel) des einzigen Vulkanes in Faial begehen und somit Taxikosten sparen können. Eigentlich hiess es, dass es morgens meistens besser Wetter wäre als Nachmittags, was bei uns aber (natürlich) nicht der Fall war. War anfangs noch der Kratergrund zu sehen, war er bereits nach den ersten 20 Minuten Wanderung im Nebel verschwunden. Und mit dem Nebel kam der Regen. So viel Regen aufs Mal hatten wir noch nicht erlebt und bis am Ende der Wanderung nach knapp 2h waren wir bis auf die Knochen durchnässt. Wieder zurück gabs ein kleines Nickerchen und dann ging es für mich an den Strand ein wenig Sonne tanken. Die Wanderung muss erst noch verdaut werden...

Day 3 (17.7)

Noch recht fertig mit der Wanderung von gestern und allgemein den Erlebnissen und dem Trubel der letzten Tage hiess es heute für uns einfach nur entspannendes Programm. Morgens lange ausschlafen und gemütliches Zmorge mit einem Film. Erst gegen frühen Nachmittag ging es für uns in das nahegelegene Walfang Museum, da Faial noch bis ins die 80er Jahre Walfang von Pottwalen betrieb. Seit damals haben sie sich aber davon abewandt und nun gibt es überall Museen darüber. Dann wollten wir eigentlich noch in das Museum da Horta, das war aber Montags geschlossen, was wir erst dort mitbekommen haben. Durch einen kleinen, schnuckeligen Park ging es zu einer ungeplanten Shoppingtour, da wir an süssen Shops vorbeikamen. Für mich gab es ein Stofftier-Pottwal in der Farbe meines Teppichs und eine wunderschöne rosa Stoffhose und für Nadja schicke grüne Absatzschuhe. Gewicht genug übrig haben wir noch, aber Platz...wird langsam kritisch:)

Day 4 (18.7)

Heute mieteten wir uns zwei E-Bikes und fuhren zu den natürlichen Piscinas, also Schwimmbecken, in Varadouro. Was eigentlich als nur einstündigen Fahrt (mit normalen Mountainbikes) auf google Maps dargestellt wurde, wurde zu einer schon zweistündigen, aber ungemein anstrengenden Berg- und Talfahrt über unzählige Hügel Faials. Trotz Motorenhilfe war es überaus schweisstreibend und wir hatten uns das Bad wahrlich verdient. Ein Träumchen! Aber durch den Schweiss habe ich leider meine gesamte Sonnencreme wieder verloren, was mir zu spät aufging, und so kam ich mit einem mordsmässigen Sonnenbrand zurück. Auch hatten wir vergessen, dass wir ja auschecken hätten müssen in der Pension um zwölf und so lagen noch alle unsere Sachen herum als sie für die nächsten Gäste putzen wollte. Upsi!!! Abends ging es in eine berühmte Bar zu Abend essen und deren berühmter Gin durfte bei mir auch nicht fehlen! Um neun ging unsere Fahrt nach Pico mit der Fähre wo wir erst spät abends ankamen. Das Wetter sieht eher bescheiden aus, also mal sehen was so auf dem Programm steht!

Next up:

Pictures and Videos!

Caldeira Wanderung

Der Park, an dem wir zufälligerweise vorbeikamen vor unserem Shoppingwahn.

Ein Skelett eines angeschwemmten Pottwales im Walfang-Museum

Endlich zeigte sich der Pico Vulkan in all seiner Pracht und ohne störender Wolken!

Vardaouro (18.7)

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Pico Island

First two days (19.7 & 20.7)

Die ersten beiden Tage war es leider hundsgemeines Wetter hier in Pico. Ausser des ersten Morgens nach unserem Ankommen Dienstags Abends, den wir an unserem fast hauseigenen "Piscina Natural" verbracht hatten in der Sonne, war es wolkig mit Nieselregen oder Grossregen. Deswegen verbrachten wir auch den Grossteil des ersten und dann auch des zweiten Tages in unserem Hostel und mit dem Erkunden der Gegend. Dieses Nicht-so-viel-Tun verdankten wir auch dem Umstand, dass wir kein Mietauto besassen, so kurzfristig keins mehr bekamen und Busse auf der Insel eher zu ungünstigen Zeiten von A nach B fahren. Trotzdem schafften wir es, ab und an rauszukommen und ein paar coole Bilder zu shooten. Und ganz so schlimm waren zwei Tage relaxen auch nicht:)

Investor Involvement

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Adventurous Feeding

Das Hostel is ein klein wenig...kleinlich und hat seine eigenen komischen Regeln. Eines Abends zum Beispiel hatten wir keinen Bock auf Restaurantessen  (Es hat hier, trotz der eher grossen Grösse des Hostels, keine Küche zum selber kochen) sondern wir kauften uns im Spar eine Fertigsuppe. Heisses Wasser bekamen wir, aber keinen Löffel...Versucht mal eine Nudelsuppe ohne Löffel zu essen!!!! Da mussten die Pinzetten her, was aber auch nicht unbedingt einfacher war! Versteh einer Hostels!

21.7.2023 - Whale Watching

Lajes do Pico

A day to remember

Endlich, endlich ging es wieder los auf Touren. Oder zumindest auf eine Tour. Mit dem Taxi ging es um elf einmal quer über die Insel (mit einem Zwischenstop an einem Lagoa) nach Lajes do Pico, einem kleinen Hafenstädtchen mit unserem Ziel, einer Whale- and Dolphinwatching Anbieter. Wir hatten uns bereits zuvor zwei Plätze online gesichert. Los gings erst um 14 Uhr, also besichtigten wir noch ein wenig das Dorf (den für eine Stadt ist es schlicht und einfach zu klein) und gingen was Essen. Eine Anti-Seekrank-Pille musste auch noch sein, man weiss ja nie!

Um halb zwei trafen wir beim Anbieter an und eine kleine Einführung mit den Arten, die wir eventuell spotten könnten, wurde uns gegeben. Wasserfeste Kleidung und eine Schwimmweste durften auch nicht fehlen und los ging die Fahrt auf einem Gummiboot! Mit ziemlichem Tempo ging es aufs Meer hinaus und nach nicht einmal einer halben Stunde kam bereits die erste Sichtung!

Ein Pottwal! Mein erster Wal überhaupt, den ich in meinem Leben je gesehen habe! Und dann auch noch recht nah! Gemütlich erholte er sich vor seinem Tauchgang an der Wasseroberfläche und nach ungefähr 10 Minuten rumdümplen holte er tief Luft und verschwand mit einem Flossenwinken unter der Wasseroberfläche. Unglaublich, dass diese Tiere bis zu 2000 Meter tief und 45 Minuten lang tauchen gehen können, um Tiefseetintenfische zu fangen! Der einzige Pottwal blieb es nicht, insgesamt noch drei weitere bekamen wir zu Gesicht, und noch eine Mutterkuh inklusive Kalb war auch dabei! So süss!

Some more spottings

Nebst den für die Azoren berühmten Pottwalen (da die da heimisch sind) bekamen wir noch einen weiteren grossen Wal zu Gesicht (die drittgrösste Walart weltweit, hab gerade den Namen vergessen) und zwei Delfinarten. Beide Arten sahen wir gleich zweimal, beim zweiten Mal sprang die eine Schule neben unserem Boot her, ein Träumchen!

Ich, oder besser gesagt wir beide, waren verdammt froh um unsere Pillen gegen Seekrankheit, da wir beide das Warten und nach Walen Ausschauhalten auf offener See nicht so gut vertrugen. Wir beide wurden eventuell ein wenig grün im Gesicht am Ende...Aber wir bekamen gerade noch die Kurve gekratzt und mussten nicht die Fische füttern gehen:)

22.7: Last Day on Pico Island

An unserem letzten Tag auf der Insel hatten wir uns eigentlich vorgenommen, die "Grutta das Torres" zu besuchen. Nur leider braucht man dafür eine gebuchte Tour und die waren alle bereits ausgebucht. So mussten wir uns etwas anderes überlegen, und dieses Andere war die Furna do frei Matías. Doch da wir unser Taxi dahin erst um zwei gebucht hatten, verbrachten wir die Zeit davor noch bei einem entspannten Schwumm im Piscina bei strahlendem Sonnenschein.
Die Furna ist eine kleine Grotte mitten im Nirgendwo auf der Insel in der Nähe von Madalena. Mit dem Taxi ging es auf zu diesem Ort. Nach etwas längerem Suchen fanden wir endlich die Grotte, die doch ziemlich versteckt und unscheinbar als Hügel getarnt inmitten von Kuhweiden stand. Diese kleine Grotte entpuppte sich als grünes Paradies. Völlig alleine stiegen wir den kleinen Weg runter in die Höhle und genossen den unglaublichen Blick auf das wunderbare Innere der Grotte. Mit zwei Höhlendurchgängen und einer Innenoase zeigte sich uns die kleine Grotte in aller Pracht. Da es regnete, versteckten wir uns in der Grotte bis uns das Taxi eine Stunde später wieder abholte und in Richtung Madalena brachte. Dort verbrachten wir den Nachmittag in einem Weinmuseum (da Pico berühmt für seine Weinfelder ist) und erkundeten dann die Stadt. Der Tag endete mit einem Abendessen und einem anschliessenden angenehmen Schwätzchen mit einem älteren Schweizer Pärchen, das wir kurz zuvor in der Grotte trafen und in Madalena nochmals zu Gesicht bekamen. 

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São Jorge Island 

23.07: Fähre auf Sao Jorge und erster Tag

Um elf geht unsere einstündige Fahrt mit der Fähre von Sao Roque aus auf die Nachbarsinsel Sao Jorge mit der Hauptstadt Velas. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden die letzten Dinge eingepackt und mit dem Taxi geht es um halb elf zum Hafen. Pünktlich geht es los und um halb eins sind wir bereits in unserer nächsten Unterkunft. Dieses Mal haben wir uns eine super gemütliche Einzimmer Wohnung gemietet. Es hat sogar einen Pool, den wir mitbenutzen dürfen! Erstmal wird alles ausgepackt und eingerichtet und dann geht es dank dem schönen Wetter rauf zum Pool. Abends wollen wir noch einkaufen gehen, zumindest für diesen Tag, da wir unser Auto für die nächsten drei Tage erst später am Abend bekommen werden und da erst den grossen Einkauf morgens machen werden. Was so geplant ist wissen wir noch nicht, aber das Auto wird auf jeden Fall gut genutzt werden und ein oder zwei Wanderrouten haben wir auch schon eingeplant. Seid gespannt:)

24.7: Östlichster Punkt Sao Jorges

Da wir endlich ein Auto zur Verfügung hatten (zwar ein kleines und recht hässliches, aber mit vier Rädern und das reicht:)) nutzten wir das an unserem zweiten Tag auf der Insel gleich aus und befuhren die Strassen Sao Jorge der Südküste entlang bis zum östlichsten Punkt der Insel in Topo. Doch bevor dieses Abenteuer in einem ungewohnten Auto begann, besichtigen wir noch die einzige Käserei der Azoren. Wir wurden mit einer Gruppe durch die Anlage geführt und uns wurde gezeigt, wie und welcher Käse hier gemacht wird. Echt spannend! Nach einer Probe der Käse nahm ich gleich einen mit, so als Mitbringsel:) Mit mehreren Zwischenhalten in diversen Städtchen gings zuerst zu einer kleinen, von einer einzigen Familie geführten Kaffeeplantage in einem Städtchen inmitten riesiger Abhänge voller tropischer Wälder. Ich fühlte mich gleich nach Hawaii zurückversetzt, so wunderschön! Der Kaffee an sich war zwar leider nicht so gut, aber der Halt hat sich trotzdem gelohnt! Weiter gings bis zum Ender der Strasse, natürlich bei einem hübschen natürlichen Piscina gelegen, unsere Tradition dort die Seele baumeln zu lassen dürfen wir natürlich nicht ignorieren. Endlich kam auch die Sonne raus (die die ganze Nacht und den ganzen Morgen sich versteckt hielt und so dem Regen erlaubte, unsere zum Trocknen nach draussen gelegte Sachen zu durchnässen). Nach einem ausgiebigen Bad und Sonne tanken gings wieder auf den gleichen kurvigen, schönen Strassen zurück in unsere Wohnung, wo wir noch einkaufen gingen für die nächsten Tage. Nach einem gemütlichen Kochen (es gab leckeren Glasnudelsalat) und einem Eis im Bett während einem Film ging es auch schon ins Bett. Bald sind wir wieder ready für das nächste Abenteuer!

Third day 25.7

11:00

Was als wunderschöne Wanderung über verschiedene Caldeiras, also Vulkankrater, mit spektakulären Aussichten starten sollte, endete in eher mässigen Aussichten (oder nur Nebel) und Regen. Schon nach einer Stunde entschieden wir uns, umzukehren und wieder zurück zu fahren. Mit diesem Wetter war uns die Wanderung zu unschön.

We change plans

13:00

Das schlechte Wetter wird bei einem Film in unserer Wohnung ausgestanden. Nachdem uns aber die Decke auf den Kopf fällt beschliessen wir, zu einem Piscina zu fahren. Mal wieder. Aber dieses Mal gibt es doch tatsächlich Sand zu bestaunen! Und nicht nur irgendeinen Sand, sondern natürlich schwarzen Lavasand:) Das Wetter ist zwar immernoch eher bewölkt und die Sonne schafft es nicht mehr hervor, aber warm ist es zum Glück trotzdem.

Our first Sunset

21:00

Kaum zu glauben, aber hier auf der Sao Jorge erleben wir doch tatsächlich unseren ersten Sonnenuntergang der Azoren. Die Lage war die letzten beiden Wochen leider nicht so günstig für solche Augenblicke. Es war atemberaubend. Auch wenn wir den Tag darauf noch einmal spektakulärere Bilder sehen konnten. 

Our last day on Sao Jorge

26.07
Hike + Waterfall
Down = easy, Up = not so much

Für unseren letzten Tag auf der Insel haben wir uns für einen Hike zu einem Wasserfall auf der Nordseite der Insel entschieden. Innerhalb einer Stunde ging es 500 Höhenmeter in Richtung Meer runter. War gar nicht mal so anstrengend. Ziel war ein Wasserfall, den wir mit einem herrlichen Bad und einer schönen Fotosession als willkommene Pause vor dem Aufstieg einschoben. Der gleiche Weg hinauf war hingegen...eher auf der kräftezehrenden Seite. Aber auch diese 500 Höhenmeter haben wir in nur 1.5 Stunden geschafft!!!

Piscina
Verdiente Auszeit

Nach dem anstrengenden Morgen/Nachmittag verbrachten wir die restlichen Sonnenstunden an unserem Piscina in Velas. So heiss war es in den Azoren bisher noch nicht und zusammen mit den über 70% Luftfeuchtigkeit ergab dies eine mörderische Hitze, die wir nur im Schatten und mit einer Abkühlung im Meer überstanden.

Sunset 2.0
Last evening not wasted

Wecker gestellt für unseren letzten Sonnenuntergang auf dieser Insel für um neun Uhr. Pünktlich ging es zu unserem Aussichtspunkt für ein paar atemberaubende Bilder! Da hat sich das erneute aufstehen (in Pyjama und Jacke und Flipflops natürlich) wirklich gelohnt.

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Terceira

27.07: Arrival Day

Um 8:55 ging unser sage und schreibe 30minütiger Flug nach Terceira. Da unser Gastgeber der Insel uns ein Auto zur Verfügung stellen konnte, wurde dieses direkt bei Ankunft von uns in Empfang genommen. Wir dachten, nach dem alten und klapprigen Auto von Sao Jorge könnte es nicht noch schlimmer werden, aber siehe da, es gibt tatsächlich noch grössere...naja, Schrottkarren. Ein Renault Twingo aus dem 19.Jahrhunder gefühlt erwartete uns. Ohne Airbags, dreckig und halb zerfallen und ohne Servolenkung...Halleluja. Da wird ja nur schon die Fahrt zum Abenteuer. Zum Glück gewöhnt man sich an alles und hey, vier Räder sind besser als keine! Mit seiner grellgelben Farbe werden wir in zum Glück auch ganz bestimmt nicht verlieren können:)

Da wir erst um 12 Uhr mittags in unser Zimmer können, entscheiden wir uns, noch ein wenig die Insel zu erkunden. Es geht zur Furnas do Enxofre, einem Ort, wo noch Vulkanismus im Gange ist, aber nur im Sinne von Austritten von Schwefeldampf und gefärbten Steinen und Pflanzen. Interessant war es aber auf jeden Fall. Dann ist es endlich Zeit fürs einrichten und einkaufen gehen für die nächsten zweieinhalb Tage auf der Insel. Für mich geht es um zwei nochmal alleine los zu meinem Ritt in der Nähe der Hauptstadt. Leider bin ich nach den drei Stunden alles andere als überschäumend vor Freude. Weder von den Pferden, noch dem Stall und seinen Aktivitäten selbst oder von der Insel bin ich so recht begeistert. Leider. Viel Geld also die Toilette runtergespült...Naja, schnell geht es zurück zu Nadja, einer heissen Suppe (da es auf dem Ritt immer wieder regnete war ich recht unterkühlt) und zu den hauseigenen Katzenbabys:)

28.07

Hiking & Grottas

Nach einem ausgiebigen Frühstück und Streicheleinheiten der Katzen ging es für uns mit unserem tollen Auto auf zu einem "kleinen" Hike die Ortschaft runter. Aus der kleinen Wanderung wurde schnell eine etwas längere, aber wirklich traumhafte Wanderung zum Meer runter, über verschiedene Aussichtspunkte und wieder zum Wagen zurück. Wirklich sehr zu empfehlen auf dieser Insel, da plötzlich Landschaften auftauchten, die man auf der Insel zuvor nicht erwartet hätte. Danach ging es ein Eis holen und zum Meer runter, da noch etwas Zeit verplempert werden musste, bevor wir uns auf den Weg zu den beiden Grotten machen konnten, die aus irgendwelchen Gründen erst um halb drei aufmachten. Die beiden Grotten liessen sich aber auch sehen (vor allem die Algar do Carvao hat es uns mehr angetan als die Grutta do Natal). Da es dann erst halb vier war, entschlossen wir uns, den längeren Rückweg über die Nordseite der Insel zu nehmen. Auch hier, viele Überraschungen auf dem Weg, da die Insel doch noch tolle Landschaften bieten konnte, ganz anders als im Süden!
Alles in allem ein sehr schöner und ereignisreicher Tag, nur die grosse Gruppe Amerikaner, die uns am Abend erwartete, hätte es nicht gebraucht, da sie leider so ziemlich alle Klischees, die man über Amerikaner haben konnte, ausgefüllt hatten...

29.07 Angra do Heroísmo

Unser letzter Tag in Terceira hat begonnen. Wir wollen ihn damit füllen, die Hauptstadt der Insel Angra do Heroísmo zu erkunden und danach an ein Piscina zu gehen. Die Stadt ist wirklich wunderschön und süss. Da es viel zu heiss ist für vieles laufen, geht es für uns in das Museum da Angra, ein Museum über die Geschichte der Azoren. Es ist riesig, in einem ehemaligen Kloster gelegen und wir haben knappe 2h darin verbracht. Mehr wäre noch möglich gewesen, aber unsere Füsse machten irgendwann nicht mehr mit mit dem ganzen Stehen. In der Hitze war es uns wichtig, ein Piscina mit Schatten auszuwählen. Deswegen ging es in ein 20 minütig entfernt gelegenes Piscina, das sogar Grasboden zu bieten hatte! Eine Wohltat nach so vielen Stein-Piscinas! Den Abend verbrachten wir noch mit den Katzen und einer Pizza bei einem Film in unserem Zimmer. Um 6 Uhr 15 wird unser Wecker früh klingeln, denn unser Flieger nach Sao Miguel geht bereits um 8:30 Uhr. Unsere letzten drei Tage beginnen!

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Sao Miguel (again)

30.07 Cete Cidades

Gleich nach Ankunft ging es für uns los, Auto abholen. Das erste Mal auf dieser Inselgruppe haben wir bei einem offiziellen Anbieter ein Auto gemietet. Ein bisschen teuer, aber hoffentlich lohnt es sich! Danach ging es zur Unterkunft für die nächsten und letzten drei Tage. Da unser Zimmer noch nicht bezugsfertig ist, laden wir nur unser Gepäck ab und weiter geht es zu Cete Cidades, die berühmten Seen in einem Krater. Von oben ist die Sicht bereits wunderbar, aber wir wollen auch runter und kayaken! Eine halbe Stunde zwar nur (für mehr ist es zu heiss und anstrengend) aber es war echt toll! Danach wollten wir eigentlich noch zu Lagoa do Fogo, aber dort stellt sich heraus, dass man mit einem Mietauto nur ab sieben Uhr abends rauf darf, sonst muss man mit einem Shuttle rauf. Dieses kommt aber erst in einer Stunde, weswegen wir uns zu einem nahegelegenen Strand (mit Sand, halleluja) verziehen. Dieser Strand ist aber ohne Schattenspender und das Wasser ist zu wild und auch zu voller Plastik, als dass wir uns getrauen weiter als bis zu den Schienbeinen reinzugehen. Bereits nach einer Stunde haben wir die Schnauze voll und es geht wieder zurück. Dort beziehen wir unser Sechsbettzimmer, gehen duschen und einkaufen. Es gibt Thai, wenn wir uns mal dazu aufraffen endlich kochen zu gehen. Der nächste Tag wir voll, mal sehen was wir genau machen, geplant ist einfach mal Nordküste mit den Wasserfällen und die Teeplantage. 

Northern Route

Unseren letzten Tag mit vier Rädern hiess es für uns voll auszukosten. Wir hatten eine Route in den Norden der Insel geplant, mit vier Wasserfällen als Besuchspunkte und dann weiter gen Osten und rund um die Insel herum wieder zurück in einem Roadtrip nach Ponta Delgada. Da dieser ganze Tag zu gross für nur einen Text wäre, habe ich ihn aufgeteilt. Viel Spass!

Salto do Cabrito

Der erste Stopp auf unserer Route war der Salto do Cabrito. Etwas klein und mickrig, aber dennoch ein guter Start. Leider gab es noch weitere Personen, weswegen wir einfach nur schnell für ein Foto posierten und uns dann wieder auf den Weg machten zum Auto, um weiterzufahren. Nächstes Ziel: Cascata do Porto Formoso.

Cascata do Porto Formoso

Da wir wirklich keine Lust mehr hatten, lange zu wandern bis wir an einem Wasserfall gelangten, suchten wir uns nur Ziele aus, die einfach zu erreichen sind. Dieses Exemplar war innerhalb von 10 Minuten gehen zu erreichen, und dazu waren wir noch ganz alleine! Also hiess es in ein Bikini steigen und rein da. Es war eine wirklich hübsche Stelle, auch wenn von Baden keine Rede war, da man gut bis zum Wasserfall gehen konnte. Das Wasser reichte gerade einmal zu den Knien. Ein Fotoshooting durfte natürlich nicht fehlen!

Teefabrik Chá Gorreana

Da die einzige Teefabrik Europas natürlich auf unserer Reise nicht fehlen durfte, war die Fabrik unser nächster Halt. Idyllisch gelegen an der Nordküste der Insel mit wundervoller Aussicht, war die Teeplantage mit seinen riesigen, grünen Teefeldern eine Augenweide. Nach einer kurzen Runde durch die Fabrik selbst, holten wir im Restaurant einen kleinen Snack und danach ging es noch ans Mitbringsel-Shopping.

Salto da Farinha

Eigentlich hiess es auf Google Rezessionen, dass der Wasserfall leicht begänglich wäre von oberhalb des Ortes, weswegen wir dort parkierten. Aber auch nach einer halben Stunde suchen fanden wir den Wasserfall einfach nicht! Aber eine schöne Quelle mit kleinen, natürlichen Bädern fanden wir und dort blieben wir auch und erfrischten uns im Wasser. Da es von überall her nicht ersichtlich war, keine Menschenseele dort war und wir schon von Weitem gehört hätten, wenn wer gekommen wäre, entschieden wir uns, unseren Bikinis eine Auszeit zu gönnen und "Naked dipping" zu machen. Also nackt in das Becken zu springen. Das stand schon ewigs auf meiner Bucketlist und jetzt konnte ich es endlich abhacken! Was einen Spass. Verständlicherweise gibt es davon aber keine Fotos, weswegen dieses eine hier reichen muss. 

Salto da Farinha

Eigentlich hiess es auf Google Rezessionen, dass der Wasserfall leicht begänglich wäre von oberhalb des Ortes, weswegen wir dort parkierten. Aber auch nach einer halben Stunde suchen fanden wir den Wasserfall einfach nicht! Aber eine schöne Quelle mit kleinen, natürlichen Bädern fanden wir und dort blieben wir auch und erfrischten uns im Wasser. Da es von überall her nicht ersichtlich war, keine Menschenseele dort war und wir schon von Weitem gehört hätten, wenn wer gekommen wäre, entschieden wir uns, unseren Bikinis eine Auszeit zu gönnen und "Naked dipping" zu machen. Also nackt in das Becken zu springen. Das stand schon ewigs auf meiner Bucketlist und jetzt konnte ich es endlich abhacken! Was einen Spass. Verständlicherweise gibt es davon aber keine Fotos, weswegen dieses eine hier reichen muss. 

Ribeira dos Caldeirões

Als letzten Wasserplatz und Haltestelle haben wir uns diesen Wasserfall ganz im Osten der Insel ausgesucht. Ein wenig enttäuscht wurden wir leider, da es ein grosser Naturpark war, alles geschniegelt und gestriegelt und nichts wirklich "natürlich" war. Der Wasserfall war zwar trotzdem schön, aber auch stark besucht. Von diesem Punkt gingen auch viele Canyoning Touren raus, weswegen man nie alleine war. Also auch hier nur ein kurzes Fotoshooting, die Blumen bewundern und dann ging es weiter der Küste entlang, einfach nur mit dem Auto fahren und die Aussicht geniessen und dann und wann anhalten, wenn man gerade Lust dazu hat. Nach insgesamt knappen 7 h fahren und besichtigen kamen wir schlussendlich wieder Abends im Hostel an. Was für ein schöner Tag!

Final Day

Nachdem wir am Abend zuvor unser Auto wieder am Flughafen abgegeben haben, machten wir uns am Tag darauf, unserem letzten Tag, einen gemütlichen Morgen. Heute hatten wir nur noch vor, die restlichen Geschenkli zu suchen und allgemeines Shopping zu betreiben. Es war zwar eigentlich viel zu heiss um wirklich ausführlich shoppen zu gehen, aber es machte trotzdem Spass. Auch ein letztes Mal einfach nur gemütlich durch diese schöne Stadt zu schlendern war schön. Sie gefiel uns wirklich gut! Nachdem alles erledigt wurde, ging es zurück ins Hostel. Jetzt musste strategisch geschickt und Tetris-mässig gepackt werden, da wir ja nur einen grossen Rucksack und zwei Handgepäckskoffer mitgenommen hatten. Mit dem ganzen zusätzlichen Shoppingzeug wurde es echt noch interessant, alles mit dem Gewicht hinzubekommen. Aber da wir drauf pokerten, dass wir unser Handgepäck auch dieses Mal wieder hoffentlich aufgeben konnten, war das Gewicht ein wenig nebensächlich. Abends ging es dann noch gemütlich etwas essen und am Hafen anstossen, auf eine gelungene und wunderschöne Zeit in diesen drei Wochen Azoren, die wir hier verbringen durften. Denn am nächsten Morgen ging es bereits früh wieder los auf den langen Rückweg. Um halb sechs Abends kamen wir in ZRH an. Diese Inseln haben uns verzaubert und es wird garantier nicht das letzte Mal sein, die ich diese Inseln gesehen habe. Es gibt noch 4 weitere Inseln zu bestaunen und auch auf den bereisten 5 Inseln gibt es noch so viel mehr zu bestaunen. Auf irgendwann, Azoren, ich freue mich bereits darauf!

© Arina Schüepp, 2024