Portugal 2023

Von der Abschlussprüfung in die Ferien

Kaum zu glauben, und ehrlich gesagt auch ein wenig wahnsinnig, aber zwischen meiner letzten Semesterprüfung und dem Abflug nach Lissabon liegen zwei Stunden und 45 Minuten. Von 8 Uhr 30 bis um zehn Uhr ging meine finale Prüfung für das Herbstsemester und nach einem kleinen Feiertrunk mit Klassenkameraden geht es direkt an den Flughafen, um den Flug um viertel vor eins zu erwischen. Erwartet werde ich mitsamt meinem Handgepäck von Ale am Winterthurer Bahnhof. Am gleichen Abend bin ich einfach in Lissabon. Unglaublich! Wohlverdient, aber ein wenig verrückt! Aber man ist nur einmal jung, nicht wahr?

27.01.23

Nach einem mehr oder weniger angenehmen Flug ohne Zwischenfälle kommen wir in Lissabon an. Das Wetter ist sonnig, keine Wolken sind zu sehen am Himmel. Windig ist es aber, hui, wenn auch weitaus wärmer als in der Schweiz. Das Metro-System ist einfach verständlich, weswegen wir auch schnell an unserer gebuchten Wohnung ankommen. Die Wohnung ist perfekt gelegen, nur 2 Minuten von der Rua Augusta, der Shoppingmeile Lissabons, entfernt. Den restlichen Abend verbringen wir in einer schönen Bar gleich in der Nähe des Meeres. Um 20:00 Uhr geht es für uns in eine kleine, gemütliche Pizzeria. An das späte Essen werde ich mich wohl nie gewöhnen, dabei sind wir noch früh dran! 

28.01.23

City-Tour

Nach einem gemütlichen Brunch geht es für uns in Richtung Stadt für eine typische Touristen-Runde. Mit einem Tuk-tuk geht es für uns mit unserem sympathischen Guide zu vielen beliebten Orten und Aussichtspunkte. Ich bin froh mit einem Tuk-tuk unterwegs zu sein, denn Lissabon ist recht hügelig und wir hätten uns dumm und dämlich gelaufen ohne Fortbewegungsmittel. Unser Guide ist gebürtiger Lissaboner und kennt sich mit der Gesichte gut aus. Während unserer Tour fahren wir an einem grossen Flohmarkt vorbei, den wir später zu Fuss nochmals besichtigen wollen. Gesagt, getan. Und wow, ist der Markt gross! So etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen! Es gibt einfach alles zu kaufen dort, und mit alles meine ich ALLES!!! Echt unglaublich...Abends wollten wir eigentlich in ein indisches Restaurant, doch da wir erst um halb neun dort auftauchen und man keine Reservationen machen konnte, haben sie keinen Platz für uns. Wir versprechen ihnen morgen wiederzukommen und machen uns auf die Suche nach einem anderen Restaurant, dass wir dann glücklicherweise auch schnell finden. Lange hätten unsere Mägen nicht mehr ausgehalten. 

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29.01.23

Am Sonntag müssen wir früh raus. Um halb elf habe ich meine Reitstunde bei Pedro Neves und dafür brauchen wir ein Auto. Dieses muss zuerst am Flughafen abgeholt werden und dann geht es ab auf die einstündige Fahrt in unseren nächsten Tag...
Reitstunde

Tja, Reiter sind eigen...am Stall angekommen werde ich von einem ahnungslosen Bereiter von Pedro Neves begrüsst. Meine gebuchte Reitstunde ist wohl irgendwie untergegangen...Pedro ist in Lissabon. Super! Aber trotz allem gibt mir Pedros Bereiter Perri eine Reitstunde auf einer echt tollen Lusitanostute, die einfach der Hammer zu reiten war! Mit Sporen und Doppelzügel war es für mich zwar eine grosse Herausforderung, aber sie war super ausgebildet und ich konnte echt viel lernen!

Nazaré

Eigentlich war ja der Hauptgrund, im Januar nach Portugal zu kommen, um in Nazaré die berühmten 20-30 Meter hohen Wellen zu sehen, die zwischen November und Januar den Ort zu einem Surf-Mekka machen. Darum fuhren wir eine weitere Stunde vom Stall nach meiner Lektion nach Nazaré hinein. Die Sicht war...Naja, eher enttäuschend. Die Wellen waren sogar noch kleiner als im Sommer und daher wenig spektakulär. Doch mit dem perfekten Sonnenschein und einem gemütlichen Strandspaziergang und einem Erfrischungsgetränk konnten wir es doch geniessen.

Promenade und Abendessen

Vom Aussichtspunkt fuhren wir in die Stadtmitte, um die wunderschöne Strandpromenade entlang zu flanieren. Platz gab es zwar wegen der hunderten von Leuten, die das Gleiche im Sinn hatten, fast nicht, aber solange ich Sonne, Meer und gute Begleitung habe, ist mir das egal. Die eineinhalb Stunden Fahrt nach Hause gingen auch schnell vorbei nebst einem wunderschönen Sonnenuntergang. In Lissabon angekommen machten wir uns ready für ein Abendessen beim Inder. Wie versprochen besuchten wir sie ein weiteres Mal und wurden überschwänglich begrüsst, da sie uns wiedererkannten und sich freuten, uns ein weiteres Mal begrüssen zu dürfen:) Das Essen war TOLL!!!

30.01.2023

Wieder geht es früh los, dieses Mal aber in Richtung Süden. Über die zweitgrösste Brücke Europas geht es mit unserem kleinen Wagen innert knapp zwei Stunden zu einem kleinen Reithof zu unserem gemeinsamen Ausritt in den Dünen. Obwohl leider kein Galopp am Strand möglich war, war die Aussicht auf dem Pferderücken auf den Dünen über das weite Meer spektakulär. Und die Pferde waren einfach der pure Zucker! Auf dem Rückweg haben wir uns etwas mehr Zeit gelassen und sind auf Nebenstrassen der Küste entlang gefahren anstatt auf der Autobahn. Mit der Fähre ging es über eine Bucht in Richtung Lissabon, wo wir den Wagen am Abend dann wieder zum Flughafen zurückgebracht haben. Für das erste Mal alleine ein Auto mieten und fahren hat alles wirklich super gut geklappt!

31.01.2023

Unser letzter Tag ist doch tatsächlich bereits angebrochen. Nachdem wir am Abend davor noch mit einem letzten Cocktail auf wunderschöne und tolle und erfolgreiche Ferien angestossen hatten, räumen wir unser Appartment auf, packen und bringen unsere Koffer zu einer Kofferwartestelle, damit wir den nicht immer mit herumschleppen müssen. Unser Flug geht nämlich erst gegen Nachmittag. Also verbringen wir den Morgen noch beim Shoppen und Abschied nehmen von einer tollen Stadt. Um ungefähr zwei Uhr Nachmittags sind wir bereits wieder am Flughafen und später am Abend landen wir ohne Probleme oder Zwischenfälle in der Schweiz. Danke, Ale, für die tollen 4 1/2 Tage!!! Love you!

© Arina Schüepp, 2024